Lieblingsfilm mit Schwipps: In der Hölle ist der Teufel los am 16.4.

USA 1941Revue-Film, Komödie, Höllenstreifen
Originaltitel:
Hellzapoppin'
Länge:
dem Himmel sei Dank: nur 84 min.
FSK:
0
Regie:
H.C. Potter
Darsteller:
Ole Olsen, Chic Johnson, Martha Raye, Hugh Herbert, Jane Frazee, Robert Paige, Mischa Auer, Richard Lane, Lewis Howard, Clarence Kolb


Wähernd sich die einen fromm auf das Osterfest vorbereiten, lassen wir LieblingsfilmschwippserInnen es noch mal richtig krachen: In diesem Film geht alles drunter und drüber – und keine Albernheit ist sich zu schade, um die vorangegangene noch aberwitziger und aufs Klamaukhafteste in den Schatten zu stellen. EIn Film, der Champagnerkorken im Hirn explodieren und jeden noch so grossen Eiswürfel schmelzen lässt, außerdem keine einzige Regel befolgt und dazu auch noch von Musikeinlagen unterbrochen wird, auf die sich keinesfalls verzichten lässt. Ein absoluter Lieblingsfilm! In diesem Falle der von Martin Sonneborn. Und die Kammerspielerinnen können es von Herzen verstehen!

Weil kurz vor Ostern ist und damit die Fastenzeit vorbei, und weil in diesem Film sowieso jeder tut, was er will, ist der Schwipps diesmal ein Getränk der Wahl. Nur poppin’ sollte es sein!

Müsste man den Inhalt beschreiben, klänge das ungefähr so:

Ole und Chic sollen als Requisiteure den Autor Jeff bei der Aufführung einer Musikrevue im Freien unterstützen. Jeff will die Show an einen Broadway-Produzenten verkaufen, damit er – endlich wohlhabend geworden – standesgemäß um die Hand der reichen Kitty anhalten kann. Doch Ole und Chic gewinnen den Eindruck, dass Kitty nicht die richtige Frau für den netten Jeff ist, und tun alles in ihrer Macht stehende, um die Aufführung zu sabotieren. Worüber sich wiederum Jeffs reicher Freund Woody freuen kann, der ebenfalls in Kitty verliebt ist.
Aberwitziger Meilenstein der Filmgeschichte, der lose auf einer erfolgreichen Broadway-Show des Vaudeville-Duos Ole Olsen und “Chic” Johnson beruht und bei absolut nebensächlicher Handlung die Schwierigkeit, die Spontaneität einer Bühnenaufführung adäquat für die Leinwand umzusetzen, zum eigentlichen Thema hat. Als frühe Vorläufer von Drehbuchautoren wie Charlie Kaufman (“Adaption”) verstoßen Olsen und Johnson ein ums andere Mal gegen filmische Konventionen, wenden sich direkt ans Publikum und diskutieren mit dem vermeintlichen Filmvorführer. In der pausenlosen Abfolge von Gags kommen unter anderem auch das Monster von Frankenstein und der Schlitten aus “Citizen Kane” zu ihrem Recht.

 

 

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