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Genre
Dokumentarfilm
Regie
Max Mönch, Alexander Lahl
Dauer
80
FSK
keine Angabe
Land
Deutschland
Jahr
2018

COMRADES & CASH


In den letzten Jahre der DDR greift der Sozialismus zu radikalen kapitalistischen Maßnahmen, um zu überleben: Waffen-, Kunst-, Blut- oder Sprengstoffhandel florieren hinter der Fassade und generieren auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs Profite. Einer der beiden Regisseure, Alexander Lahl, steht nach der Vorstellung zum Gespräch bereit. In Kooperation mit der Kreisvolkshochschule und dem Verein Begegnungsstätte Alte Schule Kleinmachnow e.V.

Die Filmemacher Max Mönch und Alexander Lahl reisen zurück in die letzten Jahre der DDR und erzählen in COMRADES & CASH, wie der Sozialismus – gedacht als Alternative zum Kapitalismus – nun selbst zu zunehmend radikalen kapitalistischen Maßnahmen griff, um zu überleben. Sie haben bemerkenswerte Interviewpartner in der ganzen Welt gefunden, die Einblicke in ihre damaligen Geschäfte mit der DDR geben, darunter Waffen-, Kunst-, Blut- oder Sprengstoffhändler, Embargo-Schmuggler, ein Minister aus der Regierung Nelson Mandelas oder auch ein Mitglied des KoKo-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages. Mit der Erzählstimme von Deutschland86-Hauptdarsteller Jonas Nay, verknüpft mit faszinierendem Archivmaterial und kunstvollen Animationen, korrigiert die Doku auch ein gängiges Klischee des Kalten Krieges: Offiziell pflegten beide Seiten ihre Feindschaft. Doch hinter dieser offiziellen Wahrheit hatten sich längst ökonomische Tunnel gebildet, die unterhalb des Eisernen Vorhangs für beide Seiten Profite generierten. Der Kalte Krieg war nicht immer, was er zu sein schien.