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Genre
Drama
Regie
Jan-Ole Gerster
Dauer
98
FSK
0
Land
Deutschland
Jahr
2019

Lara


Der Film begleitet eine überwältigend spielende Corinna Harfouch als Lara durch die Straßen Berlins, einer Stadt, die wie eine zusätzliche Hauptfigur inszeniert ist und erleben mit ihr die sehr schwere Beziehung zu ihrem Sohn, der ein berühmter Pianist ist - seine Mutter jedoch nicht zu seinem Berliner Konzert einlädt. Prädikat besonders wertvoll.

Keine leichte Hypothek, nach einem Coup wie „Oh Boy“ den nächsten Film zu wagen. Sieben Jahre ließ Jan-Ole Gerster sich Zeit, bevor er mit diesem Mutter-Sohn-Drama seinen Zweitling präsentiert. „Boy“-Bube Tom Schilling ist wieder mit dabei, abermals schwer sensibel. Als nervöser Pianist Viktor steht er vor der Premiere seines großen Konzertes. Die besorgte Mama (Glanzrolle für Caroline Harfouch!) kauft vorsorglich die Karten auf. Die Fassade ihrer Fürsorglichkeit bekommt jedoch Risse. Ist sie so eiskalt, wie einstige Kollegen behaupten? So unbarmherzig ehrgeizig, wie der Ex-Ehemann klagt? Je mehr das Puzzle dieser Lara Jenkins sich zusammensetzt, desto geheimnisvoller gerät dieses Psychogramm. Atmosphärisch dicht, visuell verspielt sowie bestens besetzt bis in die Nebenrollen, entsteht ein packend intensives Drama, das ein Klassiker-Thema mit erstaunlicher Leichtigkeit samt gelungener Wendungen präsentiert. „Oh Mother!“ wäre durchaus ein hübscher Titel - das hätte die Hypothek indes noch größer gemacht.