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12.12.
  • 20:00
15.12.
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30.12.
  • 18:00
0
Genre
Konzertfilm
Regie
Syndey Pollack
Dauer
89
FSK
0
Land
USA
Jahr

ARETHA FRANKLIN - AMAZING GRACE


Ihr möchtet Weihnachtsgefühle – da habt Ihr sie! Der Mitschnitt dieses Konzertes der erst letztes Jahr verstorbenen Queen of Soul ist das meistverkaufte Gopselalbum aller Zeiten und reißt jede*n mit und vom Hocker. Aufgrund technischer und juristischer Schwierigkeiten können die dazu gehörigen Filmaufnahmen - übrigens unter der Regie von Sydney Pollack - erst jetzt, 47 Jahre später, auf der großen Leinwand erstrahlen.

1972 befand sich die damals 29jährige Aretha Franklin auf dem Höhepunkt ihres Ruhms. Elf Nummer Eins Songs hatte sie schon eingesungen – darunter Klassiker wie Respect oder Chain of Fools – doch dann wollte sie ein Album aufnehmen, das sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurückführen sollte, dem Gospel. In der New Temple Missionary Baptist Kirche im Stadtteil Watts in Los Angeles trat Franklin an zwei Abenden auf. Unterstützt vom lokalen Southern California Community Choir, geleitet vom legendären Reverend James Cleveland, der wie wenige andere dazu beigetragen hat, den Gospel populär zu machen, sang sie religiöse Standards wie What a Friend We Have in Jesus, Mary, Don't You Weep und natürlich den Titelsong Amazing Grace. Auch eine Filmcrew war vor Ort, geleitet vom damals noch wenig bekannten späteren Oscar-Gewinner Sydney Pollack, der in bester Cinéma vérité Manier das Konzert filmte, aber einen schweren technischen Fehler beging: Bild und Ton waren nicht synchronisiert und so war das Material in den damaligen analogen Zeiten praktisch unbrauchbar und landete für Jahrzehnte im Archiv. Erst vor wenigen Jahren gelang es nun dem Musikproduzenten Alan Elliott im Auftrag der Rechteinhaber Warner Bros., das Material zugänglich zu machen. Ein pures Dokument ist „Arteha Franlin: Amazing Grace“, also das ganz bewusst technische Schwächen nicht zu kaschieren versucht, manchmal Kameramänner im Bild zeigt, manchmal Unschärfen hat, seine holprige Entstehungsgeschichte zum Teil des Films macht. Kein sakraler Ort ist dies, keine fehlerlos inszenierte Show, sondern ein tatsächlich spiritueller Moment, ausgelöst durch die atemberaubende Stimme Aretha Franklins. Vielleicht muss man also gar nicht versuchen, in Worte zu fassen, was Aretha Franklin zu besonders machte: Es reicht es 90 Minuten lang zu hören, zu sehen, es zu erleben.