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Genre
Drama
Regie
Terrence Malick
Dauer
174
FSK
12
Land
Deutschland, USA
Jahr
2020

EIN VERBORGENES LEBEN


Standing Ovations gab es in Cannes für Terrence Malicks neuen Film: Die wahre Geschichte des Österreichers Franz Jägerstätter, der wegen Wehrdienstverweigerung von den Nazis hingerichtet wurde, zeigt auf, wie eine dem Menschen zugewandte Überzeugung den richtigen, wenn auch in diesem Fall tödlichen Weg weist.

Franz Jägerstätter (August Diehl) lebt mit seiner Frau Fani (Valerie Pachner) und den gemeinsamen Kindern auf einem Bauernhof im beschaulichen St. Radegund in Österreich. In tiefer Liebe verbunden und zufrieden mit der Einfachheit ihres Lebens, wird ihr gemeinsames Glück gestört, als Jägerstätter 1940 zu einem Militärstützpunkt berufen wird.

Kann er vorerst wegen Unabkömmlichkeit noch ein Mal zu seiner Familie zurückkehren, lässt ihn jeder Besuch des Postboten schaudern. Und irgendwann ist es dann tatsächlich soweit, Jägerstätter soll erneut Meldung machen und eingezogen werden. Doch der tiefkatholische Mann kann den Kriegsdienst nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und verweigert den Eid auf Hitler – und nimmt dafür alle Konsequenzen in Kauf…

Kaum ein Film wurde im Wettbewerb von Cannes gespannter erwartet als Terrence Malicks „Ein verborgenes Leben“, vor drei Jahren gedreht, seitdem in einer endlos erscheinenden Postproduktion und als Rückkehr zum konventionelleren Kino angekündigt. Dass ist das dreistündige Epos über einen österreichischen Kriegsverweigerer jedoch nicht, sondern ein visuell überwältigender, philosophisch komplexer Film über Glaube, Zweifel und das eigene Gewissen.