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Film
Auf der Suche nach Paul
21.11.
  • 19:00
0
Genre
Dokumentation
Regie
Hans-Peter Lübke
Dauer
82 min
FSK
0
Land
Deutschland
Jahr
2016

13,- €

Als Missionarskind wird Hans-Peter Lübke 1960 in Namibia geboren. Er verbringt die ersten zehn Jahre seines Lebens in Afrika. 50 Jahre später, während des Umzugs seiner Eltern, findet er ein Foto von Paul und sich und macht sich in Namibia auf die Suche nach Paul.

Spurensuche in Namibia, Ein Film von Hans-Peter Lübke.

Seine Kindheit ist unmittelbar mit Paul verknüpft, inmitten der menschenunwürdigen Zeit der Apartheit. Seitdem lässt ihn der Gedanke an seinen Freund nicht mehr los und er beschließt, nach Namibia zu reisen. Mit der Kamera im Gepäck und dem Foto in der Hand machte er sich auf, Paul zu suchen. Um erstmal anzukommen, verbringt der Autor einige Zeit auf einer Farm. Dabei sammelt er Eindrücke, die Auskunft geben über das Leben in Namibia heute. Die Suche nach Paul wird unterstützt durch eine Videoaufzeichnung, auf der sein Vater einen Aufruf auf „Nama“ spricht, einer namibische Sprache, die er während seiner Zeit als Missionar gelernt hat und fließend spricht. Ebenso dient ihm das gefundene Foto, welches von Hand zu Hand geht und unterschiedlichste Reaktionen hervorruft. Wie würde Paul auf dieses Bild und auf eine Begegnung reagieren?

In diesem sehr persönlichen Dokumentarfilm verliert der Filmemacher sein „eigentliches“ Ziel nie aus den Augen: Er will Paul wiederfinden, um etwas über dessen Leben zu erfahren - ein Leben, das exemplarisch für die ungleich verteilten Lebenschancen zwischen Europäern und Afrikanern steht. Mit der Reflexion über seine eigene Biografie, die Freundschaft zu Paul und die verspätete Suche nach ihm nimmt der Filmemacher die Zuschauer auf eine visuell wie inhaltlich faszinierende Reise mit, fernab der allgemeinen Sehenswürdigkeiten des Landes. Seine Erzählhaltung ist von persönlichen Erinnerungen und aktuellen Eindrücken bestimmt. Der Film hatte erfolgreiche Premiere bei den Filmfestspielen in Biberach.

Im Anschluss an den Film gibt es ein Gespräch mit dem Filmemacher Hans-Peter Lübke.