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Genre
Regie
Dominik Graf
Dauer
176
FSK
o.A.
Land
Deutschland
Jahr
2021

Berlinale Summer Special: Fabian oder Der Gang vor die Hunde


Berlin, 1931. Fabian takes a sober look at life in the big city and at himself as one of its losers. Dominik Graf adapts Kästner’s brilliant novel (aka “Going to the Dogs”) as a grand disco ball – about the erosion of the dream of happiness.

Berlin, 1931. Nüchtern blickt Fabian auf das Großstadtleben - und sich selbst als Verlierer darin. Grafs Adaption von Kästners Roman ist ein buchstäblicher Gang vor die Hunde. Ein Film wie eine Discokugel, der vom Zerfall des Traums vom Glück erzählt.

Veranstaltungort ist das Frischluftkino@Studentendorf, Wasgenstraße 75 in 14129 Berlin. Der Film läuft wie alle Berlinale Filme in der Originalsprache, in diesem Fall auf Deutsch mit Untertitelung in Englisch.

Open air screening venue is Frischluftkino@Studentendorf, Wasgenstraße 75 in 14129 Berlin. Like all Berlinale movies, the movie will be shown in her original language. In this case: German with subtitles in English.

Kartenvorverkauf: ab 3. Juni: hier./ Tickets: from June 3rd: here.

BITTE BEACHTEN: Einlass ist 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für den Eintritt benötigen Sie den Nachweis über ein negatives Schnelltest-Ergebnis (nicht älter als 24 Stunden) oder einen adäquten Nachweis (Genesen oder zweifach geimpft). Vor Ort gibt es eine Teststelle - Anmeldung ist hier möglich, Testung aber auch ohne Termin möglich. Bitte planen Sie die entsprechende Zeit dafür ein. 
Vor Ort gibt es Getränke und Snacks - der Verzehr ist aber nur auf dem Platz gestattet. Außer auf dem Sitzplatz müssen Sie bitte die Maske tragen. 

Berlin, 1931: Ein Ort zwischen Untermiete und Unterwelt, wo Bordelle Ateliers sind, Nazis auf den Straßen pöbeln und man in Babelsberg vom „psychologischen Film“ träumt. Das Leben brodelt, die Gesellschaft gärt, korrodiert. Solange er noch Arbeit hat, verfasst der promovierte Germanist Jakob Fabian tagsüber Werbetexte, nachts zieht er mit Stephan Labude durch die schrägen Etablissements der Stadt. Während sein Freund – er wird später bekennen, „in den Fächern Leben und Beruf“ versagt zu haben – ein Draufgänger in Sachen Kommunismus und Sex ist, bleibt Fabian nüchtern und distanziert. Er wartet auf den „Sieg der Anständigkeit“, ohne recht daran zu glauben. Nur die Liebe zu Cornelia lässt ihn an seinem ironischen Fatalismus zweifeln. Sie wird zum Lichtblick in seinem zerrinnenden Leben.
Erich Kästners tieftraurigen autobiografischen „Fabian“ – einen der bedeutendsten Romane der Weimarer Republik – aus seinem Schattendasein zu holen, ist bei allen Parallelen zum vermaledeiten Heute eine Herausforderung. Dominik Graf meistert sie kongenial: spitzfindig pointiert sein Stil, kaltschnäuzig flott, und doch von schweigsamer Melancholie. Ein Film wie eine Diskokugel, die sich langsam dreht. Über den Zusammenhang von Geschlechtsverkehr und leerem Kühlschrank – und den Zerfall des Traums vom Glück.
https://www.berlinale.de/de/programm/202101740.html

Berlin, 1931. A milieu between sublets and the underworld, where brothels are artists’ studios, Nazis are yelling abuse in the streets and Babelsberg is dreaming of producing “psychological cinema”. Life is surging, society is fermenting and corroding. As long as he still has a job, Jakob Fabian, who has a doctorate in German studies, writes advertising copy during the day and frequents the city’s more outlandish establishments with Stephan Labude at night. While his friend – who later confesses to having failed “in the subjects of life and profession” – is a go-getter when it comes to communism and sex, Fabian remains sober and distant. Without really believing in it, he is waiting for the “victory of decency”. His love for Cornelia is the only thing that makes him question his ironic fatalism. She becomes a ray of hope in his crumbling existence. 
Despite all the parallels with today’s maligned world, bringing Erich Kästner’s deeply sad, autobiographical “Fabian” – one of the most important novels of the Weimar Republic – out of the shadows is a challenge. Dominik Graf masters it brilliantly. His style is finely pointed, cold-bloodedly brisk and yet quietly melancholic. A film like a slowly turning disco ball, about the connections between sexual intercourse and an empty fridge – and the disintegration of the dream of happiness.
https://www.berlinale.de/en/programme/202101740.html

Copright Filmstill: 
© Hanno Lentz
© Lupa Film