image/svg+xml
0
Genre
o.A.
Regie
Radu Jude
Dauer
106
FSK
o.A.
Land
Romania / Luxembourg / Croatia / Czech Republic
Jahr
2021

Berlinale Summer Special: Bad Luck Banging or Loony Porn (Babardeală cu bucluc sau porno balamuc)


Berlinale winner of Golden Bear 2021: How pornographic can consensual sex be? Does it make a woman guilty? Especially if, as a teacher, she is supposed to be a role model for the young? These questions and more are explored in Radu Jude’s intelligent, innovative and uproarious social portrait.

Gewinner des Goldenen Bären Berlinale 2021. Wie pornografisch kann konsensualer Sex sein? Macht sich Frau damit schuldig? Besonders, wenn sie als Lehrerin Vorbild für die Jugend sein soll? Diesen Fragen und mehr geht Radu Judes innovativ-intelligentes und brechend komisches Gesellschaftsporträt nach.

Veranstaltungort ist das Frischluftkino@Studentendorf, Wasgenstraße 75 in 14129 Berlin. Der Film läuft wie alle Berlinale Filme in der Originalsprache, in diesem Fall auf Rumänisch mit Untertitelung in English.

Open air screening venue is Frischluftkino@Studentendorf, Wasgenstraße 75 in 14129 Berlin. Like all Berlinale movies, the movie will be shown in her original language. In this case: Romanian with subtitles in English.

Kartenvorverkauf: ab 3. Juni: hier./ Tickets: from June 3rd: here.

BITTE BEACHTEN: Einlass ist 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für den Eintritt benötigen Sie den Nachweis über ein negatives Schnelltest-Ergebnis (nicht älter als 24 Stunden) oder einen adäquten Nachweis (Genesen oder zweifach geimpft). Vor Ort gibt es eine Teststelle - Anmeldung ist hier möglich, Testung aber auch ohne Termin möglich. Bitte planen Sie die entsprechende Zeit dafür ein. 
Vor Ort gibt es Getränke und Snacks - der Verzehr ist aber nur auf dem Platz gestattet. Außer auf dem Sitzplatz müssen Sie bitte die Maske tragen. 

Ein Video geht viral. Es zeigt einen Mann und eine Frau beim Sex. Sie tragen Masken, trotzdem wird die Frau erkannt. Dumm nur, dass sie als Lehrerin eigentlich ein Vorbild sein soll. Und das in einer Gesellschaft (der postsozialistischen, aber letztlich unser aller), welche drauf und dran ist, sich im Social-Network-Diskurs aus restaurativen Saubermannattitüden, pseudopolitischer Besserwisserei, scheinheiligem Chauvinismus und grotesken Verschwörungstheorien zu verlieren. Alle haben Meinung. Die Debatte wird zum Tribunal – über konsensualen Sex, Pornografie und mehr.  
Radu Jude, wie stets zu innovativen Filmexperimenten bereit, bastelt aus dieser Konstellation ein intelligentes, satirisches Triptychon. Der erste Teil zeigt mit nonchalant-präziser Kamera und irrer, im Bukarester Straßenalltagsstress aufgespürter Komik wie zeitgenössisches Kino an der doku-fiktionalen Schnittstelle aussehen kann. Der zweite Teil ist eine schräge, lakonisch kommentierte Skizze einzelner statischer Bilder, gedacht als Symbol-Enzyklopädie unserer Zeit. Den krönenden Abschluss – bei doch offenem Ende – bildet die Diskussion in der Schule, die zu einem Urteil über die Existenzberechtigung unserer Heldin kommen wird.
https://www.berlinale.de/de/programm/202106025.html

A video goes viral. It shows a man and a woman having sex while wearing masks. The woman is, nevertheless, identified. Too bad she is a teacher and supposed to be a role model. And this, moreover, in a (post-socialist but ultimately any) society that is about to get lost in a social network discourse of would-be healing squeaky-clean attitudes, pseudo-political knowing-it-all, sanctimonious chauvinism and grotesque conspiracy theories. Everyone has an opinion. The debate turns into a tribunal – about consensual sex, pornography and more. 
Always up for innovative cinematic experiments, Radu Jude has crafted from this constellation an intelligent, satirical triptych: with its nonchalantly precise camerawork and manic humour found in the stress of everyday life on Bucharest’s streets, the first part shows us what contemporary cinema at the documentary-fiction interface can look like. The second part is an offbeat series of laconic, static images intended as an encyclopaedia of the symbols of our time. The film’s grand – albeit open-ended – finale is a discussion held at the school in which judgement is passed on our heroine’s right to exist.
https://www.berlinale.de/en/programme/202106025.html

Copyright Filmstills:
© Silviu Ghetie
© microFilm