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17.6.
  • 22:00
0
Genre
Regie
Ryusuke Hamaguchi
Dauer
121
FSK
o.A.
Land
Japan
Jahr
2021

Berlinale Summer Special: Wheel of Fortune and Fantasy (Guzen to sozo)


The winner 2021 of Berlinale Silver Bear: An unexpected love triangle, a failed seduction trap and an encounter that results from a misunderstanding are the three episodes, told in three movements to depict three female characters and trace the trajectories between their choices and regrets.

Der Gewinner des Silbernen Bären der Berlinale 2021:Ein unerwartetes Liebesdreieck, eine gescheiterte Verführungsfalle, eine Begegnung, die auf einem Missverständnis beruht: Drei in je drei Sätzen komponierte Episoden zeigen drei Frauen zwischen Beschließen und Bereuen.

Veranstaltungsort ist das Frischluftkino@Studentendorf, Wasgenstraße 75 in 14129 Berlin. Der Film läuft wie alle Berlinale Filme in der Originalsprache, in diesem Fall auf Japanisch mit Untertitelung in Deutsch/English.

Open air screening venue is Frischluftkino@Studentendorf, Wasgenstraße 75 in 14129 Berlin. Like all Berlinale movies, the movie will be shown in her original language. In this case: Japanese with subtitles in German/English.

Kartenvorverkauf: ab 3. Juni: hier./ Tickets: from June 3rd: here.

BITTE BEACHTEN: Einlass ist 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für den Eintritt benötigen Sie den Nachweis über ein negatives Schnelltest-Ergebnis (nicht älter als 24 Stunden) oder einen adäquten Nachweis (Genesen oder zweifach geimpft). Vor Ort gibt es eine Teststelle - Anmeldung ist hier möglich, Testung aber auch ohne Termin möglich. Bitte planen Sie die entsprechende Zeit dafür ein. 
Vor Ort gibt es Getränke und Snacks - der Verzehr ist aber nur auf dem Platz gestattet. Außer auf dem Sitzplatz müssen Sie bitte die Maske tragen. 

Die Vervielfachung und Spiegelung weiblicher Charaktere war früher schon Thema in Hamaguchis Œuvre und ist es auch in seinem neuesten Film. Waren die Vorgänger Happy Hour und Asako I & II literarisch gesprochen eher Romane, so könnte man Guzen to sozo als Sammlung von Kurzgeschichten bezeichnen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den Erzählrhythmus: Die drei Episoden, die jeweils um eine Frauenfigur kreisen, sind wiederum in drei Akte gegliedert. 
Es geht dabei um eine unerwartete amouröse Dreieckskonstellation, eine versuchte Verführung, die gleichzeitig eine Falle ist, und eine Begegnung, die durch ein Missverständnis zustande kommt. Der organische Erzählfluss bleibt trotz der Fragmentierung erhalten, er wird sogar noch betont. Ebenso die Inszenierung: Obwohl die Handlung zum größten Teil in einem einzigen Raum spielt und immer nur zwei Akteure beteiligt sind, erscheint der Film nie wie ein Kammerspiel. Das liegt nicht nur am Dialog, sondern auch an der komplexen Zeitstruktur, die im Schlussteil beinahe Science-Fiction wird. Die Momente, die wir miterleben, werden zu anrührenden universalen Schicksalen verbunden, die von Entscheidungen, Reue, Täuschungen und Zufällen geprägt und die eigentlichen Protagonisten des Films sind.
https://www.berlinale.de/de/programm/202101302.html

As with the rest of his oeuvre, duplication and mirroring of female characters once again informs Ryusuke Hamaguchi’s latest work, Guzen to sozo. It would not be out of place to make a literary analogy and, if one were to regard his two previous films (Happy Hour and Asako I & II) as novels, this new work could be described as a collection of short stories. The film’s recurring rhythm amplifies this effect. The three episodes, which each revolve around a woman, are in turn divided into three movements, like a piece of music. They tell stories of an unexpected love triangle, a failed seduction trap, and an encounter that results from a misunderstanding. The fragmentation serves to emphasise rather than undermine the exquisitely organic storytelling and mise en scène. Although most of the action takes place in a single space and involves just two actors, not once does it feel like filmed theatre. The secret lies not only in the writing, but also in the notion of a more complex temporality in each episode that flirts with science fiction in the final instalment. The moments we witness are crystallised into touching universal destinies marked by choices, regrets, deception and coincidences. They are the film’s true protagonists.
https://www.berlinale.de/en/programme/202101302.html