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Genre
Horror
Regie
Alfred Hitchcock
Dauer
119
FSK
16
Land
USA
Jahr
1963

Karten: 10 €, erm. 7 €

The Birds


Happy Birthday Mr. Hitchcock!  We are happy to announce that we will be playing three more evenings at the wonderfully atmospheric venue of Studentendorf Schlachtensee. The film will be playing in the English OV - but if it rains or storms - and only then at 10:30 pm at the Neue Kammerspiele Kleinmachnow. 

Wir freuen uns, dass wir nach dem gelungenenen Berlinale Summer Special einige weitere Abende das atmosphärische Studentendorf Schlachtensee bespielen können. Die Erfahrung, während der Berlinale abllabendlich einen Schwarm Krähen über den Platz fliegen zu sehen (und zu hören!), schenkte die Eingebung: Hitchcocks Die Vögel ist wie gemacht für diesen Ort! Wie gut, dass HItchcock am 13. August Geburtstag hat! Wir zeigen den Film in der englischen Originalfassung, beginnend um 20:30 Uhr. Bei schlechtem Wetter - und NUR DANN! - zeigen wir die Filme um 22:30 Uhr in den Neuen Kammerspielen. ​

Ein Meisterwerk des Horrorkinos und eines der besten Werke des Regisseurs. Technisch und dramaturgisch brillant erzählt der Film neben der sichtbaren Gefahr durch die Vögel auf einer tieferen Ebene von einer sich im Hintergrund formierenden Bedrohung durch organisierte gewaltbereite Strukturen in einer scheinbar perfekten Idylle. Eine universelle zeitlose Parabel über Angst und unfassbaren Schrecken.

Neben Psycho und Vertigo – Aus dem Reich der Toten gehört Die Vögel wahrscheinlich zu den besten Filmen Hitchcocks, aber bestimmt zu jenen, welche immer wieder zitiert werden, wenn es darum geht, die Essenz des künstlerischen Schaffens des Regisseurs zu erklären. Wenn Melanie sich vor der Schule in Bodega Bay eine Zigarette anzündet und sich dabei eine ganze Horde von Krähen hinter ihr auf den Spielgeräten im Pausenhof ansammelt, steigert sich die Anspannung ins Unermessliche aufgrund der sich anbahnenden Bedrohung sowie des bevorstehenden Angriffs der Vögel. Aus technischer und dramaturgischer Sicht sind solche Sequenzen zu Recht bekannt und berühmt geworden, aber thematisch noch viel interessanter oder zumindest eine kluge Ergänzung ist jene Szene im Café unmittelbar nach dem Angriff, wenn Melanies Aussage über den Angriff eine Diskussion über diesen auslöst, wenig später gefolgt von dem verzweifelten Ausruf einer Mutter, warum die Vögel so etwas tun würden, worauf dann keiner mehr eine Antwort weiß.

Naturgemäß gibt es viele Interpretations- und Erklärungsansätze bei einem Film, der so berühmt ist wie Die Vögel, doch die Bedrohung an sich, oder vielmehr ihren Ursprung, kann man auch als Zuschauer sich genauso wenig erklären wie jene Besucher des Cafés. Ebenso wenig wie den Grund für die Verwandlung eines Norman Bates in Psycho oder die Obsession eines John Ferguson in Vertigo – Im Reich der Toten gibt es Ansätze, doch die Bedrohung bleibt unbestimmt und macht gerade deswegen so viel Angst. Von oben herab betrachtet die Kamera das Ausmaß der Verwüstung eines Angriffs, ein Bild, welches gebrochen wird durch zwei Seemöwen, die unsere Sicht auf die Ereignisse sprichwörtlich teilen, und uns zeigen will, dass wir lediglich wissen, woher die Angriffe kommen, aber mehr auch nicht.

Quelle: https://www.film-rezensionen.de/2021/01/die-voegel/