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Genre
Biopic
Regie
Andreas Kleinert
Dauer
150
FSK
16
Land
Deutschland
Jahr
2021

LIEBER THOMAS - kleiner Saal


Thomas Brasch war ein faszinierender, vielschichtiger, ambivalenter Mann und eine geradezu exemplarische Künstlerfigur. Und das zeigt einem der Film auch auf eine ganz hervorragende und sensible Art und Weise.

Thomas Brasch (Albrecht Schuch) ist Schriftsteller mit Leib und Seele, doch seine Texte, die sich nicht nur mit der Liebe, sondern auch mit der Revolution und dem Sterben beschäftigen, zeigen, dass er ein Mensch ist, der sich in keine Schublade stecken lassen will. Sich einem System unterzuordnen, kommt für ihn nicht in Frage, auch wenn sein Vater sich der DDR ganz und gar verschrieben hat. Thomas rebelliert und protestiert und eckt an. Von der Filmhochschule ausgeschlossen, darf er seine Werke in der Heimat nicht veröffentlichen.

Es ist Thomas' eigener Vater, der sozialistische stellvertretender Kulturminister Horst Brasch (Jörg Schüttauf), der ihn schließlich sogar ins Gefängnis bringt. Als Thomas mit seiner großen Liebe (Jella Haase) in den Westen geht, und dort erfolgreich seinen Band "Vor den Vätern sterben die Söhne" veröffentlicht, wird er von der BRD gefeiert. Doch auch in diese Rolle will er nicht gedrängt werden. (ES)