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26.1.
  • 18:00
30.1.
  • 17:30
0
Genre
Komödie
Regie
Bernhard Schütz
Dauer
105
FSK
12
Land
Deutschland
Jahr
2020

Das schwarze Quadrat


Nur ein schwarzes Quadrat auf hellem Grund – Kasimir Malewitschs abstraktes Gemälde irritierte schon bei seiner ersten Ausstellung 1915 und tut es bis heute. Es ist mit diesem Film ein bisschen wie mit Malewitschs Quadrat: Schaut man genau hin, sieht man, dass die Oberfläche feine Risse hat. Eine vergnügliche Kunstkomödie, die die 55. Hoder Filmtage eröffnete. 

Nur ein schwarzes Quadrat auf hellem Grund – Kasimir Malewitschs abstraktes Gemälde irritierte schon bei seiner ersten Ausstellung 1915 und tut es bis heute. Im zaristischen Moskau war es ein radikaler Bruch mit künstlerischen Konventionen, noch dazu in die Ecke des Raumes gehängt, die  den orthodoxen Ikonen vorbehalten war. Mittlerweile gilt das Gemälde als prägend für die Moderne, Auktionshäuser bewerten Malewitschs Kunst mit zweistelligen Millionenbeträgen. So viel Geld für ein paar schwarze Pinselstriche auf weißer Leinwand – eigentlich ein Witz.

Genau daraus hat Peter Meister seinen ersten Spielfilm gemacht und auf den Internationalen Hofer Filmtagen gleich mehrere Preise gewonnen. Im Zentrum der Krimikomödie Das schwarze Quadrat steht ein Kunsträuberduo, das Malewitschs Jahrhundertwerk auf einem Kreuzfahrtschiff verhökern soll: der verhinderte Künstler und Möchtegernmeisterdieb Vincent sowie sein Sidekick Nils, der die kriminelle Energie eines Welpen besitzt.

Es ist mit diesem Film ein bisschen wie mit Malewitschs Quadrat: Schaut man genau hin, sieht man, dass die Oberfläche feine Risse hat. Ein solches Netz kann sich bilden, wenn ein Bild nicht auf eine leere Leinwand gemalt wird, sondern ein älteres, noch nicht ganz trockenes Gemälde übermalt. Das erste schwarze Quadrat entstand angeblich dadurch, dass Malewitsch eines seiner gegenständlichen Gemälde überpinselte. Was dahinter liegt, weiß niemand. Aber allein die Ahnung, dass da noch mehr ist, macht das Gemälde noch interessanter.