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Genre
Drama
Regie
Eva Husson
Dauer
105
FSK
12
Land
Vereinigtes Königreich
Jahr
2021

Ein Festtag


Feinfühlig inszenierte Adaption von Graham Swifts Bestsellerroman um eine heimliche Affäre in den 1920er-Jahren

England im Jahr 1924: Jane Fairchild arbeitet als Dienstmädchen im Haus der Nivens, deren Ehe durch den schmerzlichen Verlust ihrer Söhne belastet wird. Am Muttertag gewährt ihr Mr. Niven, der mit seiner Frau und einigen Freunden zum alljährlichen ­Picknick verabredet ist, einen freien Tag. Und so macht sich Jane mit dem Fahrrad auf den Weg zu Paul, einem der wenigen jungen Männer, die wohlbehalten aus dem ­Ersten Weltkrieg zurückgekehrt sind. Nachdem sich die beiden Liebenden ihrem Verlangen hingegeben haben, naht der Abschied. Denn Paul, dessen Familie ebenso wie die Nivens zur gehobenen Gesellschaft gehört, ist einer anderen versprochen und soll seine Verlobung beim Picknick bekannt geben. Die Französin Eva Husson („Bang Gang“) folgt Jane durch drei Phasen ihres Lebens, das von ebenjenem Festtag im ­Frühjahr 1924 nachhaltig beeinflusst wird. Im Zentrum des ­Kostümdramas steht allerdings ihre romantische Beziehung zu Paul, die durch die gefühlvoll-verletzlichen Performances von Josh O’Connor und Odessa Young greifbar wird. Neben dem überraschend intimen Einblick in die Romanze sind es aber auch die Emotionen der Nivens, denen man als Zuschauer seine Aufmerksamkeit schenkt. Grund hierfür sind Colin Firth und Olivia Colman, die den betäubenden Schmerz einer ganzen Elterngeneration aufs Publikum übertragen. Nur die Hauptfigur Jane bleibt als Person zu unnahbar, sodass der Film gegen Ende an Kraft verliert.