image/svg+xml
0
Genre
Drama
Regie
Ryûsuke Hamaguchi
Dauer
179 Minuten
FSK
12
Land
Japan
Jahr
2020

Drive My Car - Kleiner Saal


Glaubt man den Bestenlisten der internationalen Filmkritik, dann ist dieser Film, der auf einer Geschichte Marukamis basiert, der Film des Jahres. 

 Ja, der Film ist Japanisch mit Untertiteln. und ja, der Film ist fast drei Stunden lang. Und ja, der Film ist absolut großartig und sehenswert und basiert auf einer Geschichte Murakamis. Und ja, Knut Elstermann hat ihm 5 Filrollen gegeben. Glaubt man den Bestenlisten der internationalen Filmkritik, dann ist der Film "Drive my Car" des japanischen Regisseurs Ryūsuke Hamaguchi der Film des Jahres.

Japans Oscar-Einreichung für 2022, ein großer Erfolg in Cannes, kommt nun zum Abschluss des Kinojahres zu uns und ist fraglos ein Höhepunkt. Der international sehr bekannte Regisseur Ryûsuke Hamaguchi, der auch schon bei der Berlinale vertreten war, verfilmte eine sehr kurze Geschichte von Haruki Murakami, der Film dauert allerdings fast drei Stunden.

Ein Theaterregisseur, der seine Ehefrau verloren hat, kommt nach Hiroshima, um „Onkel Wanja“ mehrsprachig zu inszenieren, täglich wird er von einer jungen Frau zur Arbeit gefahren. Meist schweigen sie, doch wenn sie ins Reden kommen, öffnen sich ihre Herzen, finden sie eine Sprache für Schmerzen, Einsamkeit und Ängste. 

Der glänzend gespielte und überaus feinsinnig aufgebaute Film mit seinen vielen Bezügen auf große Themen wie Identität, Kultur, Tradition, Schuld und Sühne, kreist um ein dunkles Geheimnis. Er wühlt uns gerade durch seine innere Ruhe, seine große, erzählerische Gelassenheit auf, darin dem großen Tschechow durchaus verwandt.

Kritik: Knut Elstermann, der volle Punktzahl an diesen meisterhaften Film vergíbt.