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5
Genre
Drama
Regie
Christian Petzold
Dauer
101
FSK
12
Land
Deutschland, Frankreich
Jahr
2017

Transit


Es gab viele, die dem Film den diesjährigen Goldenen Bären gewünscht haben - zu Recht, erweist sich Petzolds aktueller Film doch als kluges und sensibles Machwerk, das über die Flüchtlingsthematik hinaus innere Tiefen auslotet.

Nach zwei Filmen, die in der Vergangenheit spielten, kehrt Christian Petzold mit „Transit“ in die Gegenwart zurück. In gewisser Weise, denn der ebenso brillante wie einfache Kniff des Flüchtlings-Melodram, das im Wettbewerb der Berlinale seine Weltpremiere erlebte, verfilmt sehr werkgetreu Anna Seghers Roman von 1942, lässt ihn aber in einer Welt spielen, die wie die Gegenwart aussieht, aber vor allem zeitlos ist. 

Georg, ein deutscher Flüchtling, reist gerade noch rechtzeitig von Paris nach Marseille, bevor die deutschen Truppen ihn in der französischen Hauptstadt verhaften können

Doch auch Marseille ist nur eine Übergangsstation, bleiben darf nur, wer beweisen kann, dass er auch wieder zu gehen plant. Das kann Georg leicht bewerkstelligen, führt er doch im Gepäck die Papiere des Schriftstellers Weidel mit sich, der Selbstmord begangen hat – darunter auch die Zusicherung, von der mexikanischen Botschaft ein Visum ausgestellt zu bekommen. Georg nimmt die Identität Weidels an und lässt sich in der Hafenstadt gemeinsam mit all den anderen Flüchtlingen treiben, in der Hoffnung, ein Ticket für eine Schiffspassage ergattern zu können. Dann trifft er Marie Weidel und verliebt sich in die geheimnisvolle Frau, die nach ihrem verschwundenen Ehemann sucht – einem Schriftsteller…

 

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Zeitlose Übersetztung dieses sehr besonderen Romans von Anna Seghers. Aufrüttelnd real und absolut sehenswert.
Vronsky
5