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Genre
Drama
Regie
Isabel Coixet
Dauer
113 Min
FSK
ab 0
Land
Deutschland/Großbritannien/Spanien
Jahr
2017

DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN


Kongenial und angenehm ruhig inszenierte Romanverfilmung, in dem der Zwiespalt zwischen Konvention und Moderne verhandelt und gleichzeitig ein Loblied auf das Lesen gesungen wird.

Der Buchladen der Florence Green: Isabel Coixet verfilmt den Roman „Die Buchhandlung“ über eine junge Witwe, die mit ihrem Laden die spießige Borniertheit einer englischen Kleinstadt aufmischt.

In den 1950er-Jahren ist das englische Küstenstädtchen Hardborough nicht gerade ein aufgeweckter Ort. Die Einwohner werden nur ungern aus ihrem täglichen Trott gerissen. Entsprechend skeptisch sind sie, als die junge Witwe Florence Green (Emily Mortimer) sich einen lang gehegten Traum erfüllt und einen Buchladen eröffnet. Die Liebe zur Literatur hat sie und ihren verstorbenen Mann verbunden. Nun will sie diese Liebe mit ihren Mitmenschen teilen.

Der neue Buchladen ist bald das wichtigste Gesprächsthema in der Stadt. Nabokovs „Lolita“ und Ray Bradburys „Fahrenheit 451“, damals aktuelle und skandalöse Romane, konfrontieren das eingeschlafene Städtchen mit einer Kultur, die bisher fern war. Sogar der einsiedlerische und wohlhabende Mr. Brundish (Bill Nighy) bestellt regelmäßig bei Florence Green. In ihm findet sie einen Seelenverwandten. Doch die bornierte Generalsgattin Violet Gamart (Patricia Clarkson) sieht ihren Einfluss in der Stadt schwinden.