6.12. Filme für den Frieden: DAS UNGESAGTE

Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte.
Wie ein ganzes Volk einer menschenverachtenden, faschistischen Ideologie verfallen kann? Höchste Zeit, die zu fragen, die es selbst noch miterlebt haben und die nun, acht Jahrzehnte später, bereit sind, Rede und Antwort zu stehen. Elf Zeitzeugen und -zeuginnen haben Patricia Hector und Lothar Herzog für ihren Film befragt. Geboren zwischen 1920 und 1936, sind sie als Kinder und Jugendliche in Hitlers Drittes Reich hineingewachsen. Und bis auf die beiden, die jüdischer Herkunft sind, gestehen alle, wie sehr auch sie dem Führer-Kult verfallen waren.

Manchmal ist es ungeheuerlich, „Das Ungesagte“, das hier endlich mal ausgesprochen wird. Es lohnt sich, knapp zweieinhalb Stunden zuzuhören. Denn dieser Dokumentarfilm zeichnet das Psychogramm einer fanatisierten Jugend und Nation. Hut ab vor denen, die heute zugeben können, dass sie damals Hitlers Rattenfängern auf den Leim gegangen sind. Am Ende ihres Lebens können sie nur hoffen und mit ihrem Reden dazu beitragen, dass die Geschichte sich nicht wiederholt.

6.12. 17:30 Uhr TICKETS