Frankreich wurde zum Schicksalsland des Kleinmachnower Dichters und vergessenen Bestseller-Autors Otto Braun (1897 – 1918).
Noch als Jugendlicher meldete er sich freiwillig zum Militärdienst und fiel in den letzten Monaten des ersten Weltkrieges an der französischen Westfront.
Seine geniale früh vollendete Lyrik ist schwer, pathetisch und unheilschwanger.
Sein älterer Zeitgenosse Erik Satie dagegen reagierte auf den Kanonendonner mit Ironie und Absurdität. Er schrieb Möbelmusik und versah seine Werke mit Vortragsanweisungen wie: „Öffnen Sie den Kopf!“
Zwei Genies, deren Antworten auf die Moderne unterschiedlicher nicht ausfallen könnten: Der Dichter, der in den Krieg zog – und der Komponist, der ihn auslachen ließ.
Boris Bergmann hat als erster und bisher einziger Komponist Otto Brauns Lyrik vertont. Mit der gefeierten irischen Sängerin Caitriona O’Leary hat er seinen Liederzyklus „Taumelnd von Glut“ auf dem Album „Mystics & Cynics“ aufgenommen (Heresy Records/Naxos), zusammen mit u.a. Werken des Otto-Braun-Zeitgenossen Erik Satie.
Mit: Caitriona O’Leary (Gesang), Boris Bergmann (Klavier/Komposition)






