Konrad Wolfs Film wurde auf den Filmfestivals in Edinburgh, Wien und Cannes ausgezeichnet.
Das in Co-Produktion mit Bulgarien entstandene Werk, eine aufrüttelnde Darstellung individueller Verantwortung in einem menschenverachtenden Krieg, konnte in Cannes aufgrund bundesdeutscher Proteste nur als bulgarischer Beitrag gezeigt werden. Ironischerweise wurde in Bulgarien der Film zunächst nicht freigegeben, weil man ein zu positiv gezeichnetes Bild der Deutschen monierte. In der BRD hingegen glaubte man durch Kürzung der Schlusssequenzen – Walters Eintritt in den kommunistischen Widerstand – die Geschichte besser in Szene zu setzen.
Zum Inhalt: Bulgarien 1943. Wehrmachts-Unteroffizier Walter ist in einer Kleinstadt stationiert und beaufsichtigt zivile, bulgarische Arbeiter einer Kfz-Werkstatt. Unweit entfernt werden griechische Juden für wenige Tage in einem Lager untergebracht. Sie sollen nach Auschwitz deportiert werden. Er lernt die Jüdin Ruth kennen, die ihn durch den Stacheldraht um Hilfe für eine Schwangere bittet. Walter nähert sich Ruth an, führt mit ihr Gespräche über Hoffnungen und Menschlichkeit und entwickelt Gefühle für sie.
Hinter diesem Angebot steckt mehr als nur eine Feier. Die Verfügbarkeit dieser Filme verdanken wir maßgeblich dem Förderprogramm Filmerbe (FFE). Ohne diese Mittel wäre ein großer Teil unseres filmischen Gedächtnisses für die heutigen Kinoleinwände weiterhin unsichtbar.
Doch die weitere Finanzierung des Programms ist ungewiss: Mit dem Langen DEFA-Kinowochenende wollen wir gemeinsam ein starkes Zeichen setzen und die Erfolge der Digitalisierung sichtbar machen. Zeigen wir der Öffentlichkeit und der Politik, wie lebendig und unverzichtbar Filmerbe im Kino ist!
Zur Feier gibt es ein Festival-Ticket für 17 €, das zum besuch von allen Filmen vom 14.-17.5. berechtigt.






