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21.2.
  • 20:00
22.2.
  • 9:30
23.2.
  • 20:00
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10 €
5 € ermäßigt

Ein Gastspiel des Projekttheaters Dresden. Für die Texte in diesem Stück wird fast ausschließlich die Sprache der Neuen Rechten verwendet - dabei gehen die Macher auf das Grundsatzprogramm der AfD ein, benutzen Auszüge aus anderen Schriften und aus Reden, demonstrieren den Umgang mit Presse und Internet, schlagen über Hasskommentare einen Bogen zum Aufruf zur Gewalt und enden mit dokumentierten Angriffen aus dem rechten Lager. 

 „Worte können sein wie winzige Arsendosen. Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ 
Victor Klemperer

Die Welt ist in Veränderung. So auch unser Land. Dies schafft Verunsicherung. Die Suche nach Erklärungen und Lösungen für die Gestaltung der Zukunft, der Sicherung der ökonomischen, ökologischen und moralischen Grundlagen und Strukturen bewegt mehr und mehr Menschen. Nach den Wahlerfolgen der AfD, der Zuspitzung und Radikalisierung des politischen Diskurses in unserem Land verändert sich die Gesellschaft. Ein Mittel dieser Auseinandersetzung ist die Sprache. Sprache ist Träger von Sinn und Überlieferung, Schlüssel zum Welt- und Selbstverständnis und zentrales Mittel zwischenmenschlicher Verständigung. 

Aber Sprache ist auch Ausgangspunkt für Manipulation, Einschüchterung, Hass und Aufruf zur Gewalt. Aufgezeigt werden soll, wie die Sprache der Neuen Rechten die Kommunikation, den Umgang miteinander, das Klima im öffentlichen Diskurs verändert. Das Ziel ist es, durch den Einsatz von Livemusik und einer permanenten Zuspitzung der Atmosphäre die Dimension des Einsatzes der Sprache und die Folgen sinnlich erlebbar zu machen.

Wir haben unser Projekt in sechs Kapitel eingeteilt:
1. Romantik
2. Schriften
3. Reden
4. Manipulation
5. Hass
6. Taten

Im Anschluss an das Theaterstück wird es noch Zeit geben gemeinsam moderiert zu diskutieren.